Firmengeschichte

1922: Ernst FEILER, geboren 1899, beendet die Ausbildung an der Münchberger Textilfachschule und eignet sich anschließend praktische Kenntnisse bei einem Chenillehersteller im Sudentenland an.

1928: Im nur 5 km entfernten Liebenstein, dem heutigen Liba in Tschechien, macht sich Ernst FEILER selbständig. Mit 15 Heimwebern fertigte er dort bis 1944 Frottierhandtücher mit Chenillebordüre und Vollchenilleartikel.

1945: nach dem 2. Weltkrieg lässt sich Ernst Feiler unweit der Grenze nieder um einen Neuanfang im Nachkriegsdeutschland vorzubereiten.

1948: Produktionsgenehmigung und Firmengründung in Hohenberg an der Eger
Ernst Feiler und der Textilkaufmann Bernhard Rausch stellen 18 Mitarbeiter ein und beginnen mit der Produktion von Frottier- und Chenillewaren im ehemaligen 'Gasthaus zur Krone'.

1950: Das junge Ehepaar Else Schwedt (Tochter von Ernst Feiler) und Erhard Schwedt, beide Absolventen der Textilfachschule Aachen, steigen in die Firma ein.

1951: Mit 84 Mitarbeitern werden bereits 580.000 DM Umsatz nur auf Handwebstühlen erzielt. Schon bald werden diese Räumlichkeiten zu klein und der ganze Betrieb zieht in den nächsten Jahren Abteilung für Abteilung in die neu errichteten Gebäude um.

Ab Mitte 1950er Jahre: Unter der Leitung von Erhard Schwedt werden die einzelnen Webereiabteilungen zielstrebig mechanisiert.  Alle anderen Mitbewerber mussten im Laufe der Jahre die Chenilleproduktion einstellen, weil ihnen die Umstellung von der reinen Handweberei zu einer rationellen Produktionsweise nicht gelang. Else Schwedt leitet die Näherei.

60er Jahre: Das Bürogebäude, zwei weitere Fabrikationsgebäude, die Lagerhalle und die Schlosserei werden gebaut. Es kommen die ersten elektronisch gesteuerten Greiferwebmaschinen zum Einsatz. Die Belegschaft wächst auf 130 Mitarbeiter an.

1970: Mitbegründer Bernhard Rausch verlässt aus Altersgründen die Firma. Die Tochter von Erhard und Else Schwedt, Dagmar, tritt in die Firma ein und betreut von Anfang an die ausländischen Kunden.

Erste Geschäftskontakte mit Kazuko und Aaron Yamakawa, den Gründern der Firma MONTRIVE (ab 2012 Sumisho) in Tokyo. Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht abzusehen, dass sich diese Firma zum wichtigsten Geschäftspartner entwickeln wird.

1972: Erhard Schwedt und seine Frau Else übernehmen die Geschäftsführung.

1973: Der Firmengründer Ernst Feiler verstirbt.

1976-1980: Dieter Schwedt, Sohn von Erhard und Else Schwedt, absolviert seine Ausbildung zum Textilingenieur in der Fachhochschule Münchberg. Er beginnt im Herbst 1980 als Disponent im elterlichen Betrieb.

1982: Erhard Schwedt verstirbt mit nur 55 Jahren. Dieter und Dagmar Schwedt werden die neuen Geschäftsführer.

1980-1986: Schwere Rezession in der Textilindustrie. Der Umsatz geht zurück. Langjährige Mitarbeiter müssen entlassen werden, die Belegschaft ist auf 65 Mitarbeiter geschrumpft.

Seit 1988: Der Chenilleumsatz in Japan nimmt stetig zu. In den Jahren 1987-1991 verdoppelt sich der Umsatz.

1990: Wiedervereinigung und Aufbruchstimmung in Deutschland. Weiterhin wachsende Nachfrage in Japan. Die Produktion wurde der Nachfrage nicht mehr gerecht.

1992: Der erste Neubau seit 16 Jahren wird bezogen: Die Webhalle wird nach neuesten Erkenntnissen gebaut. So konnten 100 Arbeitsplätze langfristig gesichert und durch den Kapazitätsausbau die Grundlage für neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

18.Oktober 1994: Frau Else Schwedt erhält in Anerkennung ihres Wirkens in und mit der Firma FEILER den silbernen Ehrenring der Stadt Hohenberg.

1997: Bedingt durch die hohe Nachfrage in Japan wird der nächste Erweiterungsbau errichtet. Die Firma investiert 13.5 Mio DM. Im Mai wird die Webhalle II mit einer Fläche von ca. 5.000m² Platz bezogen. 

1998: Feiler feiert 50-jähriges Jubiläum.

Verleihung des Unternehmerpreises der SPD Bayern

2001: Else Schwedt verstirbt am 27. Januar.

2002: Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt Hohenberg an Kazuko Yamakawa für den Beitrag der Firma MONTRIVE/Tokyo zur Sicherung der Arbeitsplätze.

2005: Einführung von Versandhandel und Online-Shop für Privatkunden

2007: 165 Mitarbeiter arbeiten für FEILER. Russland und die GUS-Länder gewinnen  als neuer Absatzmarkt an Bedeutung.

2008-2011: Weltweite Bankenkrise, Tsunami und das Reaktorunglück in Fukushima im März 2011 machen sich mit einem Umsatzrückgang von ca 10 % bemerkbar.
Das Ehepaar Yamakawa zieht sich aus Altersgründen zurück und veräußert MONTRIVE an den Multikonzern SUMITOMO CORPORATION.

2012: SUMITOMO integriert MONTRIVE in SUMISHO Brand Management Corporation.
VAE und Kuwait gewinnen als Absatzmarkt an Bedeutung.

1. August 2012: Der erste 'Feiler STORE' eröffnet in Frankfurt.

2013: FEILER stellt den Vertrieb Deutschland um. Die Kunden werden nicht mehr von freien Handelsvertretern sondern direkt vom Hause betreut.

März 2015: Baubeginn der Produktionshalle 3

April 2015: Eröffnung des Flagshipstores FEILER GINZA durch SUMISHO Brand Management Corp./Japan

Mai 2016: Fertigstellung der Produktionshalle 3

Juni - September 2016: Umzug in die Produktionshalle 3

Ernst Feiler
3. Bauabschnitt
Handwebstuhl
Else Schwedt
Erhard Schwedt
Ehemaliges Gasthaus „Zur Krone“ in Hohenberg
Kazuko Yamakawa
Firmengebäude heute
Dieter & Dagmar Schwedt
Store Frankfurt